Abstimmung der Geschäftsbereiche in einen integrierten Geschäftsplan

Sales & Operations Planning, kurz S&OP, ist ein Prozess, bei dem sich Führungskräfte in regelmäßigen Sitzungen über die erwartete Bedarfs- und Angebotsentwicklung sowie daraus resultierende finanzielle Auswirkungen verständigen. S&OP ist ein Entscheidungsfindungsprozess, der sicherstellen soll, dass die strategischen Pläne in allen Geschäftsbereichen auf die generelle Geschäftsplanung des Unternehmens abgestimmt sind. Im Ergebnis führt dieser S&OP-Prozess zu einem Geschäftsplan, aus dem die Zuteilung der Unternehmensressourcen hervorgeht. Während die langfristige Business-Planung eines Unternehmens die künftigen Jahre im Visier hat, konzentriert sich SOP auf den kurz- bis mittelfristigen Geschäftsplan eines Unternehmens. Bei S&OP werden zwei Ansätze unterschieden: Planung von oben nach unten (Top-Down) und Planung von unten nach oben (Bottom-Up):

Der einfachste Ansatz ist die Top-Down-Planung. Die Prognose stützt sich auf eine Kombination von Produkten und Dienstleistungen, die ähnliche Ressourcen erfordern. Mithilfe dieser Planungsmethode kann die Geschäftsführung strategische Pläne auf Basis der gesamten Prognose erstellen und die Ressourcen in der Lieferkette aufteilen.

Die Bottom-Up-Planung kommt bei Unternehmen zum Einsatz, die keine feste Produktionsplanung haben und bei denen sich Art und Anzahl der gefertigten Erzeugnisse von Monat zu Monat ändern können. Bei diesem Szenario ist die Umsatzprognose für die Ressourcenplanung nicht hilfreich. Das Management muss die für die einzelnen Produkte notwendigen Ressourcen kalkulieren und die Berechnungsergebnisse dann zusammenführen, um sich einen Gesamtüberblick über den Ressourcenbedarf zu verschaffen.