Stiebel Eltron

Stiebel Eltron

STIEBEL ELTRON ist eine international ausgerichtete Unternehmensgruppe und gehört weltweit zu den Markt- und Technologieführern in den Bereichen Haustechnik und Erneuerbare Energien. Mit fünf nationalen und internationalen Produktionsstätten, weltweit 24 Tochtergesellschaften sowie Vertriebsorganisationen und Vertretungen in über 120 Ländern ist STIEBEL ELTRON global aufgestellt. Über 40 Prozent des Umsatzes entfallen auf das Ausland. Der Standort Holzminden ist der Hauptsitz der STIEBEL-ELTRON-Gruppe und zugleich größte Produktionsstätte. Im Mittelpunkt der STIEBEL-ELTRON-Gruppe – mit einem Gesamtumsatz in 2013 von über 460 Millionen Euro und weltweit 3.000 Beschäftigten – stehen die Stiebel Eltron GmbH & Co. KG sowie die Stiebel Eltron International GmbH mit ihren nationalen und internationalen Vertriebsorganisationen. Traditionell ist das Unternehmen auf Großhandel und Fachhandwerk hin orientiert. Diese Ausrichtung ist auch heute noch Unternehmensphilosophie.

Hintergrund

Bis 2010 plante STIEBEL ELTRON manuell auf Basis von Excel. Der Planungsprozess war zeitaufwendig und fehleranfällig. Die Absatz- und Umsatzplanung sollte auf eine einheitliche Lösung umgestellt werden, um somit Prozesssicherheit, laufende Transparenz und eine hohe Planungsgüte zu gewährleisten. Darüber hinaus sollte künftig eine Unterstützung der Beschaffungsplanung innerhalb des ERP-Systems durch die Planungslösung erfolgen

Bedarf und Anforderung

  • Umstellung der manuellen Planung in Excel auf eine rollierende Vertriebs- und Absatzplanung auf Basis des All in One Toolkits BOARD, zwecks Standardisierung und Effizienzsteigerung des Planungsprozesses verbunden mit kontinuierlicher Transparenz, Flexibilität bezogen auf aktuelle Erkenntnisse und Minimierung der Fehlerquote, um letztendlich die Planungsgüte zu erhöhen.

Projekt

  • Anforderungsdefinition und Prozessmodellierung gemeinsam mit Fachabteilungen
  • Quelldatenintegration im zentralen Datawarehouse auf Basis des MS SQL Servers (Datenkonsolidierung und -prüfung mittels ETL-Prozess) – Ergebnis: konsistente Datengrundlage für den Aufbau der Planungsapplikation
  • Implementierung eines grundlegenden Reportings und Integration in die Planungsoberflächen
    • Direkter Vergleich innerhalb der Arbeitsoberfläche möglich
    • Anhand individuell definierter Algorithmen und saisonale Einflussfaktoren berücksichtigend generiert die Applikation Vorschlagswerte für bis zu 3.000 verschiedene, zu planende Artikel pro Vertriebsbereich und Monat. Eine Anpassung der Werte ist auf allen Ebenen möglich.
    • Zusätzliche Integration einer automatischen Stücklistenauflösung für Verkaufssets, die aus mehreren lagerhaltigen und verkaufsfähigen Komponenten bestehen.
    • Abschließendes Ergebnis – unter Einbezug von relevanten Faktoren wie Lagerbestände, Meldebestände, Lieferzeiten etc. – ist ein entsprechender tagesaktueller Bedarfsplan, der nächtlich an SAP zurückgegeben wird und hier die Bestell- und Produktionsprozesse unterstützt.
    • Weitere Planungen wurden realisiert. Die Applikation errechnet anhand der Planzahlen und historischen Daten automatisch Vorschlagswerte für die künftigen Jahre: u.a. Planung für das Folgejahr, Mittelfristplanung, Marktplanung sowie eine Szenario-Umgebung. 
  • Umfassende Key User-Schulung und Go Live im September 2010
  • Weiterer Ausbau der Applikation nach Erstprojekt
  • Zusätzliche Zubehörplanung: automatisch generierte Planzahlen für Zubehörartikel wie Verkleidungen oder Anschlusszubehör für Wärmepumpen
  • Weitere Ergänzungen der Planungsapplikation sind angedacht. Derzeit ist die Erweiterung um zusätzliche User geplant und aktuell läuft die Umstellung auf die neue InMemory-Datenbank.

 

Kundennutzen

  • Beschleunigung des gesamten Planungsprozesses um ein Vielfaches
  • Gezielte Umstellung einer statischen, zeitpunkt-orientierten auf eine rollierende Planung
  • Die vormals achtwöchige Planungsvorbereitung erfolgt heute über Nacht – und das jede Nacht.
  • Wegfallende manuelle Vorbereitung und Zusammenführung der Daten spart Zeit und minimiert die Fehlerquote.
  • Mit der Zubehörplanung konnte der Aufwand für die Planer deutlich reduziert werden und die Planungsgüte hat sich in diesem Bereich signifikant verbessert.
  • Die zentrale Verwaltung verfügt heute über einen maximal transparenten Planungsprozess.
  • Das Supply Chain Management profitiert, denn mit dem nächtlich aktualisierten Bedarfsplan, der an SAP zurückgegeben wird, lassen sich die Bestell- und Produktionsprozesse optimal unterstützen. Der Aufwand für die Überleitung ist in Teilbereichen deutlich gesunken und eine detailliertere Planung ist möglich, was ausgesprochen günstige Auswirkungen auf Bestandskennzahlen, Lieferfähigkeit und die Planung der Produktionskapazitäten hat.
  • Die Applikation dient auch der Umsatzplanung zur Beurteilung der Vertriebsverantwortlichen, wodurch zusätzlich Anhaltspunkte für die strategische Vertriebssteuerung gewonnen werden.